Sprache und Kommunikation

Sprache und Kommunikation geschieht in unserer Kindertagesstätte auf vielfache Weise. Bei der Begrüßung jedes einzelnen Kindes am Morgen ergibt sich oft schon ein Gespräch darüber, was das Kind auf dem Weg zum Kindergarten entdeckt hat, oder es erzählt, was es zu Hause erlebt hat. Manche Kinder brauchen aber zunächst auch mal etwas Zeit für sich und spielen vor sich hin...

 

Um 9 Uhr, wenn alle Kinder angekommen sind, setzen wir uns auf Kissen, die jedes Kind selbst bemalt hat, auf einem Teppich zum Morgenkreis zusammen. Dabei beginnen wir mit unserem „Begrüßungsritual". Ein Öltröpfchen wird in die Hände der Kinder und der Erzieher verteilt, was von einem passenden Lied bgeleitet wird. Danach haben wir viel Freude daran, Fingerspiele zu spielen, „Quatschreime" und kleine Gedichte aufzusagen, uns etwas zu erzählen und Lieder zu singen. Jeder Erwachsene erinnert sich mit Sicherheit noch an Verse und Fingerspiele aus seiner Kindheit, die er auch nach Jahren noch „aus dem Ärmel schütteln“ kann... -so werden diese von Generation zu Generation weitergegeben. Hier denken wir zum Beispiel an „Himpelchen und Pimpelchen“, oder „Das ist der Daumen, der schüttelt die Pflaumen,...“

Inzwischen gibt es unzählige Bücher mit Anregungen und Ideen, und wir legen Wert darauf, immer wieder Neues zu entdecken, zu lernen, und den Kindern zu vermitteln. Lange Zeit waren die „Theaterkatzen“ unser „Renner“ unter den Fingerspielen und Gedichten:

 

Die Theaterkatzen

 

Katz und Kater

gingen ins Theater

in die erste Reihe,

setzten sich die Zweie;

fingen an zu flüstern,

fingen an zu knistern,

fingen an zu nuscheln,

fingen an zu tuscheln,

fingen an zu husten

fingen an zu prusten,

„Ruhe da, was fällt Euch ein,

wollt Ihr wohl mal stille sein?“

Oh, da war´n sie leise,

leise wie zwei Mäuse!

5 Minuten dauert´s bloß und

dann ging es wieder los:

wieder mit dem flüstern,

wieder mit dem knistern,

wieder mit dem nuscheln,

wieder mit dem tuscheln,

wieder mit dem husten,

wieder mit dem prusten,

„Unverschämtes Viehzeug hier,

fort mit Euch und vor die Tür!

Dann ist´s mit dem Krach vorbei!“

Und sehr plötzlich- 1-2-3

flogen Katz und Kater

raus aus dem Theater!

 

„Fingerspiele sind ein Theater, das man ohne große Vorbereitung und aufwendige Kulissen hervorzaubern kann. Sie sind eine Bühne im Tischformat und regen unmittelbar zum Nachmachen an. Sie haben etwas von Zaubersprüchen, die etwas aus dem Nichts entstehen lassen können.“ (aus: „Krabbelfinger aufgepasst“, B.Kohlhepp und C.Holland). Es ist faszinierend zu beobachten, wie auch die Kleinsten schon aufmerksam mit im Kreis sitzen; zunächst noch auf dem Schoß einer Erzieherin, später auf dem eigenen Kissen, und nach und nach einzelne Bewegungen nachahmen. Die Kinder haben Freude am Sprachklang und Sprachrhythmus, am Wechsel von laut und leise, an „seltsamen Worten“ und „komischen Geschichten“ und lernen mit Leichtigkeit auch längere Gedichte und Fingerspiele, die sie dann bei unseren Festen den Eltern und anderen Gästen vorspielen.



Bei unseren Mahlzeiten ist natürlich auch Raum für „Tischgespräche“...



Nach dem Mittagessen, aber auch zwischendurch, lesen wir gerne vor. Die nahe Stadtbücherei hat zu unserem Glück eine reiche Auswahl pädagogisch wertvoller Bücher, und wir nutzen dieses Angebot in regelmäßigen Besuchen der Bücherei. „Kinder, die in den ersten Jahren eine gute Sprachförderung erhalten haben, werden es später in der Schule leichter haben. Sie können ihre Gedanken besser formulieren, Gefühle und Wünsche äußern, Erlebnisse erzählen, Geschichten erfinden, soziale Kontakte knüpfen, Probleme aussprechen und Konflikte verbal lösen. Alles, was sich in Worte fassen lässt, wird klarer, verständlicher, fassbarer.“ (aus: „Sprechen und Spielen“, S.Stöcklin-Meier)



 



 



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